Arbeitslosenzahlen im August gesunken

Der Chef der Bundesagentur für Arbeit hat vor einem Tag bekannt gegeben, dass es in Deutschland über eine halbe Million weniger Arbeitslose als im August letzten Jahres, insgesamt weniger als 3,2 Millionen Arbeitslose gibt. Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten ist gegenüber dem Vorjahr um fast 600.000 auf 27,45 Millionen gestiegen.

Dass bedeutet, dass es 11% weniger Arbeitslose als noch im Vorjahr gibt – trotz der ganzen Rezession Ängste! Die Arbeitslosenquote liegt damit bei nun 7,6%.

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Überangebot an Lehrstellen

Wer gestern den Wirtschaftsteil der FAZ gelesen hat, wird die Nachricht des Tages bereits kennen: In Deutschland wächst wieder die Anzahl der Lehrstellen und das so dramatisch, dass viele Stellen nicht einmal vergeben werden können. Entweder aufgrund mangelnder Qualifikation oder schlicht und einfach deshalb, weil keine genügende Anzahl an Schulabgängern verfügbar sind.

Besonders im Handwerk sei dieser Trend zu spüren. Gerade die in diesen Bereich beliebten Realschüler bleiben den Unternehmen fern. Besonders dramatisch scheint die Lage im Osten der Bundesrepublik zu sein: Dort zeichnet der Trend der Ost-West Wanderung ein noch negativeres geprägtes Bild.

Besonders prekär könnte die Lage werden, wenn man bedenkt, dass im Moment noch in etwa pro Jahr mit 500.000 Schulabgängern zu rechnen ist, in zwei bis drei Jahren diese Zahl jedoch auf deutlich unter 500.000 sinken wird.

Nichts desto trotz finde ich, dass man sich über die gestiegene Zahl der Lehrstellen erst einmal freuen kann, denn schließlich ist das nicht das Normalste der Welt in der doch zunehmend schwerer werdenden wirtschaftlichen Situation.

Weise: Arbeitslosenzahlen werden sinken

Mut macht in diesen Tagen zum Beispiel auch der Chef der Bundesagentur für Arbeit, kurz BA, Franz-Jürgen Weise. Er geht davon aus, dass die Arbeitslosenzahlen auch bei schwächelnder Wirtschaftslage weiter sinken werden.

Natürlich seien jedoch einige Abstriche zu machen, so wird die Zahl der Arbeitslosen nicht mehr dynamisch sinken.

Angst trotz Teilerfolge

Gerade eben habe ich in den Kieler Nachrichten gelesen, dass eine Umfrage des ZDF Politbarometer ergeben hat, dass 45 Prozent aller Befragten davon ausgehen, dass die deutsche Wirtschaft auf eine Talfahrt geht. Nur 14 Prozent würden den umgekehrten Trend sehen.

Im Juni haben noch 26 Prozent gemeint, dass es mit der deutschen Wirtschaft aufwärts geht. Es gibt aber auch noch positive Meldungen. So meldet der Tagesspiegel, dass die Berliner Industrie entgegengesetzt zum allgemeinen Trend ein Auftragsplus von 2,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr verzeichnen konnte. Doch auch hier ließ der Auslandsabsatz zu wünschen übrig und ist weiter gesunken.

BDI dementiert Rezession

Interessante Gedanken hat da BerlinKontor niedergefasst: Der Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI), Werner Schnappauf hat nochmals ausdrücklich darauf hingewiesen dass es in der momentanen wirtschaftlichen Situation in Deutschland völlig fehl am Platze sei, von einer Rezession zu sprechen.

Die Auftragslage der deutschen Industrie spreche klar dagegen. Nicht zu dementieren sei natürlich, dass das Auftragsvolumen zurück gegangen ist, jedoch sei die Auslastung immer noch überdurchschnittlich hoch, so dass weiter Wachstumshoffnungen durchaus berechtigt seien.

Ich für meinen Teil frage mich dann immer, was an einer Rezession so dramatisch sein solle. Die Wirtschaft tickt nun einmal so, dass es auf und abs gibt. Das ist der normale Gang der Konjunktur. Schnappauf spricht auch genau diesen Punkt an und lehnt Konjunkturprogramme kategorisch ab.

„Deutschland braucht kein konjunkturelles Strohfeuer, das nach kurzem Auflodern nur einen Haufen Asche hinterlässt.“

Bildung, Forschung, Innovation und Infrastruktur seien das Zentrum für Beschäftigung und Wachstum.

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